Auto- und Motor-SportClub Oberthurgau AMCO Auto- und Motor-SportClub Oberthurgau AMCO
 en de
Chronik
1958   Première in der Oberau (zwischen Amriswil-Hagenwil)
     
1959-62   im Tellen (westlich vom Fußballplatz Amriswil)
     
1961  

erstmals mit Seitenwagen

     
1964-66 und ab 1970  

"in der Bürglen" (bei Spitzerüti/Räuchlisberg b. Amriswil)

 

     

1970

 

 

 

  Anschluss des SAM an den IMBA Internationaler Motorsportbond voor Amateurs, ab 2009 International Motor Bike Association (gegründet 1954, angeschlossen sind: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Holland, Italien, Russland, Tschechien und die Schweiz)
     
1971   erstmals mit EM-Lauf
     

2001

 

 

 

 

 

JUBILÄUM

75 Jahre AMCO
40. Rennen
35 Mal auf der Rennstrecke "in der Bürglen"
30. EM-Lauf

     

2011

 

 

 

 

 

JUBILÄUM

85 Jahre AMCO

50. Rennen
45 Mal auf der Rennstrecke "in der Bürglen"

40. EM-Lauf

     

2016

 

 

 

 

  JUBILÄUM
90 Jahre AMCO
55. Rennen
50 Mal auf der Rennstrecke "in der Bürglen"
50. EM-Lauf

 

Rennsplitter

Im Zusammenhang der Entwicklung dieses Rennens wurde auch viel Pionierarbeit für die Moto-Cross-Szene in der Schweiz geleistet. Seit 1971 figuriert ein EM-Lauf im Tagesprogramm. Vor allem wurde Amriswil dank dem bestens geeigneten Gelände zum Mekka der Seitenwagenklasse, doch dazwischen erhalten auch die europäischen Solo-Spitzenpiloten die Möglichkeit, ihr Können auf der herausfordernden Piste vorzuführen. Das Rennen findet einmal im Jahr, bis 2005 an einem und danach an eineinhalb Tagen, statt und ein reichhaltiges Nonstop-Programm ist sein Markenzeichen. Mit der landwirtschaftlichen Nutzung des Geländes nebst der Veranstaltung wird aufgezeigt, dass der Kompromiss zwischen Natur und Technik jahrelang praktiziert werden kann!

 

In vielen Jahren waren in sportlicher wie finanzieller Sicht durchwegs positive Ergebnisse zu verzeichnen. Dabei konnten immer Zuschauerzahlen von 7‘000 bis 8‘000 Personen ausgewiesen werden. Reduzierte Besucherzahlen waren jeweils auf schlechtes Wetter zurückzuführen. Ganz extreme Entscheide infolge Dauerregens mussten 1987, mit einer aussergewöhnlichen Verschiebung um eine Woche, und 1993, als der Anlass zum ersten Mal in der Geschichte abgesagt wurde, gefällt werden. Diese „Abstürze“ machten arg zu schaffen, besonders der Letztere hatte beinahe das „AUS“ verursacht, mit einer starken Initiative und Neuausrichtung konnte dies aber verhindert werden. Aus Erfahrung muss jedoch immer daran gedacht werden, dass das Wetter der Hauptfaktor über Erfolg oder Misserfolg des Rennens ist!

 

 

 

 

 

Moto-Cross Amriswil, Schlammschlacht 2001

 

So fiel im 2001, ausgerechnet im toll geplanten Jubiläumsjahr mit ausnahmsweise einem Renn-Wochenende, der Anlass buchstäblich ins Wasser. Das Samstag- und das ganze Rahmenprogramm musste schweren Herzens zu Gunsten der Meisterschaftsrennen am Sonntag gestrichen werden. Auf Grund dieses Ereignisses stand die Veranstaltung 2002 unter dem Motto “sein oder nichtsein” und nur dank einer Nullrechnung trotz nebligem Wetter konnte das “AUS” abgewendet werden. Nach dem fantastischen Rennen im 2003 bei besten Wetterverhältnissen und einem Schweizer Doppelsieg im EM-Lauf der Kategorie Solo 250-500 ccm hat es nicht sollen sein, denn im 2004 herrschte kaltes und nasses Wetter am Renntag, was gleich wieder zu einem Tief mit einem enorm grossen Defizit führte.

  

Nichtsdestotrotz, die Tradition wird weitergeführt, allerdings mit Einsparungen wie Ertragsbeschaffung in diversen Bereichen der Organisation. Und siehe da, es zahlte sich im 2005 voll aus, denn es stimmte einfach alles beim 44. Rennen!!! Ein herrliches Herbstwetter, ein spannungsgeladenes Saisonfinale, hervorragende Schweizer im EM-Endlauf der Seitenwagen, ein aufgestelltes, tolles Publikum - das waren die Highlights des hochstehenden Sporttages! Und das Erfreuliche dabei ist, dass die jeweils riesige Vorarbeit diesmal endlich wieder einmal mit einem finanziellen Superresultat, einem der besten überhaupt, belohnt wurde.

 

Auf Grund der eindrücklichen Eckdaten 80 Jahre AMCO, 45. Auflage des Amriswiler Moto-Cross und 40 Mal auf dem gleichen Gelände „in der Bürglen“ wurde im 2006 ein riesiges Jubiläums-Nonstop-Programm an 1½ Tagen vorbereitet. Am Rennwochenende passte dann mit einem prächtigen Herbstwetter, mit voll motivierten 300 Fahrern in 21 Renn- und 2 Sonderläufen, mit den Highlights des EM-Finales der Solo-Open-Kategorie, den Rahmeneinlagen der Seitenwagen-Veteranen- wie der Solo-Nostalgieklasse und mit über 6‘000 begeistert mitgehenden Zuschauern wieder alles. Zudem konnte trotz Mehraufwand ein weiterer finanzieller Erfolg verbucht werden!

 

Auch im 2007 erlebten 7‘000 Zuschauer bei wiederum schönstem Wetter ein fantastisches Motocross-Wochenende. Nebst den 3 Jugendklassen mit deren Teilnehmer/innen als Meister von morgen, die mit ihrem unbekümmerten Draufgängertum die Besucher ins Schwärmen brachten, war der EM-Endlauf der Solokategorie 125 ccm das Highlight des Tages. Die 300 Fahrer zeigten in 25 Rennläufen bei idealen Bodenverhältnissen hochstehenden Sport, was leider aber auch zu drei Rega-Einsätzen führte. Dies war jedoch zum Vorteil der verletzten Fahrer, denn Dank dieser guten organisatorischen wie professionellen Betreuung durch die Fachkräfte konnten sie sich von ihren reparablen Knochenbrüchen wieder gut erholen. Ein grandioses Publikum legte ein diszipliniertes, geduldiges Verhalten an den Tag und steuerte zudem ihren Anteil zum finanziellen Superabschluss bei.

 

 

 

Phil Mercer GB

 

Zum 4. Mal in Folge war auch im 2008 dem Anlass herrliches Herbstwetter beschieden und gegen 6‘000 Besucher verfolgten einmal mehr hochstehenden Motocross-Sport. Die faszinierenden Jugendklassen und das an Spannung kaum zu überbietende EM-Finale der Solo 125 ccm waren einmal mehr die Höhepunkte. Gekrönt wurde das Rennwochenende dadurch, dass AMCO-Clubfahrer just im fünfzigsten Jahr seit der Première des Anlasses mächtig abräumten und gleich 3 Tagessiege und in der Schweizermeisterschaft 3 Titel holten! Eine gelungene Veranstaltung mit toller Stimmung und reibungslosem Ablauf mit diesmal glücklicherweise keinen gravierenden Unfällen.

     

2009 sahen wieder rund 6‘000 Zuschauer bei wieder schönem Wetter fantastischen Motocross-Sport. In 23 Rennläufen lieferten die 300 Fahrer bei idealen Bodenbedingungen beste Unterhaltung für das begeistert mit Schweizerfähnli mitgehende Publikum. Die drei EM-Rennen der Kategorie Seitenwagen waren denn auch das Highlight des Tages, wo mit zwei 2. und einem 3. Rang die Einheimischen Martin Krieg/Roland Peterer auf den hervorragenden zweiten Tagesrang fuhren!

 

Seitenwagen-Gespann Krieg-Peterer

     

 

 

Andy Baumgartner

 

 

ideale Bodenbedingungen

 

Nach fünf aufeinanderfolgenden sehr erfolgreichen Jahren dank schönem Herbstwetter mit viel Publikum hatte Petrus im 2010 kein Einsehen mehr. Ein Biskaya-Tief traf leider pünktlich auf Freitagabend ein und liess nichts Gutes erahnen. Deshalb wurden die Samstagrennen zur Schonung des Terrains gestrichen, was eine sehr kluge und weise Entscheidung war. Denn ein Dauerregen liess die Unmenge von 67 mm Niederschlag über das Gelände niederprasseln. Und wie sich dies gelohnt hat! Am Sonntag erlebten nämlich gegen 3000 Besucher guten und spannenden Motocross-Sport bei sogar idealen Bodenbedingungen. Beim Highlight des Tages, dem EM-Endlauf der Solokategorie 125 ccm, sorgte das einheimische AMCO-Mitglied Andy Baumgartner für die Sensation. Mit den Laufrängen 3,2,2 lieferte er das beste Schweizerresultat und erreichte dabei den fantastischen zweiten Tagesrang! Ein Sportwochenende konnte ohne schwerwiegende Unfälle doch noch positiv abgeschlossen werden, einzig mit dem Wermutstropfen einer recht grossen finanziellen Einbusse vor allem wegen den entgangenen Samstageinnahmen!

     

Das war der Hammer, das Jubiläums-Rennwochenende 2011
Die drei Eckdaten 50. Int. Moto-Cross Amriswil - 45 Mal auf dem gleichen Gelände „in der Bürglen“ - 85 Jahre AMCO Amriswil waren Grund genug, dies mit einem jubiläumswürdigen Event zu feiern. So wurde ein Zwei-Tage-Nonstop-Programm zusammengestellt, das mit 19 Kategorien, 31 Läufen und 400 Fahrern die ganze Breite des Motocross-Sportes präsentierte. Die Wetterprognose sagte sonnige Tage voraus. Und so kam es auch, dank einem Bilderbuchwetter pilgerten 8‘000 Zuschauer am 24./25. September ins Motocross-Mekka zum Halbjahrhundert-Rennen. Die Akteure fanden an beiden Tagen ideale Bodenbedingungen vor und das begeistert mitgehende Publikum erlebte beste Unterhaltung mit den Lizenzrennen, den Jugend- und Oldtimerläufen wie den Oldtimer-Classic-Shows. Und vor allem beim EM-Finale der Seitenwagen, wo in den drei Läufen für Hochspannung gesorgt wurde, denn drei Gespanne kamen für den Titel noch in Frage. Ein Herzschlagfinale wurde geboten und erst zuallerletzt stand der Europameister fest. Gute Tagesdritte und als beste Schweizer wurden die Einheimischen Migg Koch/Marius Strauss, und dies trotz eines Kupplungsdefektes im dritten Lauf. Dieses faire, einwandfreie Sportwochenende ohne nennenswerter Unfälle beendete die Motocross-Saison 2011 auf eine eindrückliche Art. Und eine tolle Stimmung mit einem friedlichen wie treuen Rekordpublikum hat zum gelungenen und sensationellen Ausgang, auch aus finanzieller Sicht, der 50. Jubiläumsauflage beigetragen!

 

 

 

 

 

 

     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das 2012 war geprägt durch ein hektisches Samstagprogramm mit anfänglich guten Bedingungen im Training und mit der Annullation der Wertungsläufe infolge starker Niederschläge entgegen der Wettervorhersage. Diese Entscheidung erwies sich aber als kluger Schachzug, denn unsererseits lag die Schadensbegrenzung im Vordergrund, die dann am Sonntag auch vollends aufging mit herrlichem Wetter, 4000 Besuchern und regulären Rennen. Ein Wermutstropfen war, dass einerseits gegen 150 Teilnehmer ihre Meisterschafts-schlussrennen leider nicht fahren konnten, was für sie natürlich sehr ärgerlich war. Anderseits aber auch für uns aus finanzieller Sicht, da wir die entrichteten Startgelder um die Fr. 7‘000.00 freiwillig zurückzahlten. Sportlich waren die drei EM-Läufe der Kategorie Solo Open das Highlight des Tages, denn die Ausgangslage für den Titelgewinn war noch völlig offen. Und die Spannung war kaum zu überbieten, denn erst im letzten Lauf stand nach dem Sturz des bis dahin führenden deutschen Frank Jansen-Teitz der Europameister fest mit dem souverän fahrenden Belgier Vincent Collet. Sehr gut in Szene setzte sich der Schweizer Dani Huser, der kämpferisch auf den ausgezeichneten 3. Podestplatz der Tageswertung fuhr. Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, die missliche Lage zu meistern und das Defizit dadurch in einem verkraftbaren Rahmen zu halten.

     

Im 2013 fanden sich 5000 Besucher im Renngelände ein und kamen einmal mehr in den Genuss von spannendem Motorsport. Trotz der intensiven Regenfälle im Vorfeld zeigte sich dank der Wetterbesserung auf das Rennwochenende das Gelände in bestem und idealem Zustand für Teilnehmer und Zuschauer. Dadurch musste diesmal auch kein Entscheid gefällt werden, ob am Samstag gestartet werden kann oder nicht. Zufrieden über diese positive Situation waren die rund 300 Fahrer, die zum Schluss nochmals so richtig Vollgas gaben. Die Rennen folgten sich Schlag auf Schlag und was da geboten wurde, war feinste Motocrosskost. Vor allem die drei EM-Rennen der Kategorie Seitenwagen waren denn auch das Highlight des Tages. Die in der Zwischenwertung an der Spitze liegenden Holländer van de Boomen/van de Wiel und die Belgier Corthouts/van de Bulck waren nur winzige 3 Punkte voneinander getrennt. Da noch drei weitere belgische und ein holländisches Gespann in der Verfolgung lauerten, liess einiges erwarten und so kam es denn auch. Die Tageswertung gewann schlussendlich van de Boomen/van de Wiel mit zwei Laufsiegen und einem 2. Rang vor Goethals/Vandeursen, Belgien und Corthouts/van de Bulck. Sehr gut schlug sich das Schweizer-Duo Werner Pflugshaupt/David Bertschi, das mit zwei sechsten und einem vierten Laufrang auf den hervorragenden vierten Tagesplatz fuhren. Treue Zuschauer, herrliches Herbstwetter, tolle Stimmung, gute Infrastruktur - mit diesen Prädikaten konnte die 52. Auflage bei reibungsloser Abwicklung ohne Unfälle und einem positiven Finanzergebnis abgeschlossen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im 2014 wurden 6‘000 treue und mitgehende Zuschauer bei wiederum herrlichem Herbstwetter „in der Bürglen“ Zeugen von sehr attraktivem Motorsport. Bei idealen Bodenverhältnissen zeigten die rund 300 Teilnehmer zum Saisonschluss nochmals spannende und faire Wettkämpfe. Am Samstagnachmittag wie am Sonntag folgten sich die Wertungsläufe Schlag auf Schlag und was da geliefert wurde, war beste Motocrosswerbung. Besonders wussten die Jugendklassen zu gefallen und es war eindrücklich zu sehen, dass guter Nachwuchs heranwächst. Die lizenzierten nationalen Kategorien lieferten sich abwechslungsreiche Rennen auf einem beachtlich hohen Niveau. Das Highlight des Tages war aber ganz klar das Finale der Seitenwagen-EM in drei Läufen. Obwohl die Holländer Jarno Van den Boomen/Henry Van De Wiel den EM-Titel schon frühzeitig sicherten und nicht mehr hätten antreten müssen, liessen sie es sich nicht nehmen, ihr Können auch in Amriswil nochmals zu zeigen. Aber hinter ihnen entbrannte ein Dreikampf um den Vizetitel mit den Belgiern Christian Corthouts/Dennis Van Den Bulck, den Schweizern Marco Boller/Simon Wälti und den weiteren Belgiern Sven Verbrugge/Ben Van Den Bogaart. Diese Ausgangslage innerhalb von 19 Punkten liess einiges erwarten und so kam es denn auch. Mit vielen Schweizer Fähnchen und Hopp Schwiz-Rufen wurden die Eidgenossen angespornt und sie fuhren was das Zeug hielt. Vor allem Boller/Wälti, die ganz nach dem Geschmack des Publikums den ersten Lauf mit einer kämpferischen Fahrt für sich entscheiden konnten. Im zweiten Lauf schieden Corthouts/Van Den Bulck durch Sturz aus und sie mussten auch auf den dritten verzichten. Dadurch waren nur noch zwei Gespanne um den Vize-Titel unterwegs, wo Boller/Wälti auf souveräne Art zweimal Zweite wurden. Die Tageswertung gewann Van Den Boomen/Van De Wiel mit 2 Laufsiegen und einem 2. Rang vor Boller/Wälti und Verbrugge/ Van Den Bogaart. Weiter sehr gut geschlagen haben sich die Schweizer-Duos Werner Pflugshaupt/Jonas Baumgartner auf dem vierten, Markus Büeler/Armin Büeler auf dem sechsten und Stefan Zaugg/Andreas Haller auf dem achten Platz. In der Endabrechnung der Europameisterschaft holten wie schon erwähnt Van Den Boomen/Van De Wiel die Krone. Zweite, und damit sensationelle Vize-Europameister, wurden Boller/Wälti mit 40 Punkten Vorsprung vor den Dritten Verbrugge/ Van Den Bogaart. Als weitere Schweizer platzierten sich Pflugshaupt/Baumgartner auf dem sehr guten siebten Rrang. Eine fantastische Stimmung und eindrückliche Atmosphäre wie das wunderbare Wetter prägten die 53. Auflage, die reibungslos abgewickelt werden konnte und die damit auch die Motocross-Saison 2014 beendete.

     

Auch im 2015 hatten die 5‘000 Besucher ihr Kommen nicht zu bereuen, denn im gut vorbereiteten Renngelände „in der Bürglen“ erlebten sie begeisternde Rennen. Das Herbstwetter sorgte am ganzen Wochenende für ideale Bodenverhältnisse, was die 370 Teilnehmer zu schätzen wussten und tolle Wettkämpfe lieferten. Die Wertungsläufe folgten sich nonstop und was da geboten wurde, war echte Motocrosskost. Bei den Jugendklassen war erfreulich festzustellen, dass sehr guter Nachwuchs vorhanden ist. Die nationalen Kategorien zeigten abwechslungsreiche Rennen in einem recht hohen Niveau. Das Highlight des Tages war einmal mehr der Europameisterschaftslauf, diesmal derjenige der Soloklasse MX2. Rund 30 Fahrer aus sieben Nationen schenkten sich in den drei Läufen nichts. Überraschend nützten die Schweizer Teilnehmer den Heimvorteil aus und glänzten mit sensationellen Resultaten. Im Gegensatz zum letztjährigen Europameister und führendem der Zwischenwertung, dem Niederländer John Cuppen, der mit der Piste sehr grosse Mühe bekundete und im Mittelfeld landete. Ein Vierfacherfolg im ersten, einem dreifachen im zweiten und wiederum einem vierten im dritten Lauf führte zu einem grossartigen vierfachen Schweizer Tagessieg mit Nico Seiler, Robin Scheiben, Martino Ierace und Dave Schoch. Die EM-Zwischenwertung vor dem letzten Rennen in Deutschland sieht weiterhin John Cuppen in Front. Der Schweizer Martino Ierace hat dank dem guten Tagesresultat den Sprung vom 13 Platz in die Top Ten geschafft. Mit einer tollen Stimmung bei prächtiger Atmosphäre konnte das Wochenende der 54. Auflage im üblichen Rahmen abgewickelt werden.

 

 

 

 

     

 

 

 

 

 

 

 

 

2016 war das Jahr des Dreifachjubiläums 55. Int. Moto-Cross Amriswil - 50 Mal auf dem gleichen Gelände - 90 Jahre AMCO. 6‘000 Besucher erlebten in der Arena „in der Bürglen“ bei herrlichem Herbstwetter spannende wie faire Wettkämpfe. Die idealen Bodenverhältnisse motivierte die über 400 Teilnehmer derart, dass sie zum Saisonschluss nochmals so richtig Vollgas gaben. Die Wertungsläufe folgten sich an beiden Tagen nonstop und boten beste Unterhaltung. Die Jugendfahrer liessen bereits ein Können aufblitzen, das Gewähr bietet für eine verheissungsvolle Zukunft dieses Sportes. Auch die lizenzierten nationalen Klassen zeigten beherzte Rennen bei einem beachtlich hohen Niveau. Aus Jubiläumsgründen waren Solo- und Seitenwagen-Oldtimer mit von der Partie, die das Geschichtsrad zurückdrehen liessen und demonstrierten, wie das Geschehen damals tönte und aussah. Vor allem das Seitenwagenfeld mit 20 Gespannen war eine Augenweide, wie die Oldies die damaligen 4-Takt-Maschinen auf dem Rundkurs nochmals in Schwung brachten. Das Highlight des Tages bildete das Europameisterschaftsfinale der Kategorie Solo Open. Rund 30 Fahrer aus neun Nationen schenkten sich in den drei Läufen gar nichts. Der AMCO-Fahrer Andy Baumgartner zeigte vor seinem Heimpublikum eine kämpferische Superleistung und konnte jeweils gegen seinen grössten Widersacher, dem Italiener Federico Bracesco, alle drei Rennläufe bei spannenden Zweikämpfen für sich entscheiden und wurde zum vielbejubelten Tagessieger. Der die Zwischenwertung anführende Däne Jim Bödker Sörensen liess nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit zwei vierten und einem dritten Laufrang souverän den Europameistertitel, notabene zum ersten Mal für Dänemark in der über 50-jährigen IMBA-Geschichte. Das prächtige Jubiläumswochenende liess die Motocross-Saison 2016 erfreulich abschliessen und wir können auf eine sehr erfolgreiche wie nachhaltige Veranstaltung zurückblicken.

     

Obwohl 2017 die 56. Auflage mit 6‘000 Besuchern ein weiterer erfolgreicher Anlass bei sonnigem Wetter war, ist die Veranstaltung als das betrüblichste Kapitel in die Geschichte eingegangen. Denn es ereigneten sich über die beiden Tage verteilt unerklärlicherweise verhältnismässig viele Unfälle, darunter auch ein betroffener jugendlicher Zuschauer. Es war wie verhext, ja es war richtig der Wurm drin. Unter anderem machte dies fünf Rega-Einsätze notwendig. Zum Glück sind vier davon, vor allem auch der Jugendliche, wieder genesen. Einzig kam für unser Mitglied und Seitenwagenfahrer Martin Kobi jegliche Hilfe zu spät, denn die Verletzungen waren derart schwer, dass er denen eine Woche später erlegen ist. Wir werden Martin in seiner eigenen Motocrossmanier in Erinnerung behalten. Durch die Stürze mussten die Programme teilweise umgestellt werden, was zu gravierenden Zeitverschiebungen führte. Nichtsdestotrotz zeigten die rund 400 lizenzierten Teilnehmer einmal mehr begeisterten Motorsport zum Saisonschluss. Die jüngsten Fahrer von 6-9 Jahren mit ihren 50 ccm-Mopeds wie auch die rund siebzig Junioren wiesen bereits ein beachtliches Können auf. Die nationalen Klassen warteten bei ihren Rennen mit einem hohen Niveau auf und die Seitenwagen wie auch die Quads rundeten die bunte Palette ab. Das Highlight des Tages bildete das Europameisterschaftsfinale der erstmals bei uns gastierenden Kategorie Solo Ladies mit rund 25 Fahrerinnen aus sechs Nationen. Die in der Zwischenwertung vorne liegende Belgierin Brenda Wagemans konnte die Führung behalten, obwohl die Deutsche Steffi Laier mit drei Laufsiegen noch sehr nahe rückte. So wurde Laier absolute Tagessiegerin und gleichzeitig Vizeeuropameisterin und Wagemans Europameisterin. Erfreulich war die Bilanz der Schweizerin Sandra Keller, die mit zwei zweiten Plätzen und einem vierten grossartige Tageszweite wurde. Bei den höchsten Schweizerklassen wurde bei den MX2 Kilian Auberson Tagessieger vor Jimmy Clochet und Franco Betschart. Die MX1 war gezeichnet durch den Abbruch des zweiten Laufes infolge Unfall und so wurde nur der erste Lauf gewertet. Den Tagessieg eroberte demnach der Franzose Jason Clermont vor Cyrill Scheiwiller und Vincent Seiler. Der einheimische und Lokalfavorit Andy Baumgartner, Romanshorn konnte nicht reüssieren, weil er durch einen Sturz zurückfiel. Schweizermeister wurden bei den MX2 Kilian Auberson und bei den MX1 Jason Clermont. Die aufsässige Attackierung der Medien, die in brutaler Art und Weise sich mehr Informationen verschaffte als uns lieb war, hat uns sehr, sehr negativ beeinflusst. Durch diesen Umstand war eine zum Teil verhaltene Stimmung und Atmosphäre recht spürbar und liess den sportlich gelungenen Anlass ausklingen in der Hoffnung auf eine gefreutere Fortsetzung im nächsten Jahr.

 

 

 

 

 

Seitenwagen-Gespann Krieg-Peterer

 

 

 

 

Seitenwagen-Gespann Krieg-Peterer

 

 

 

 

Seitenwagen-Gespann Krieg-Peterer

 

 

 

 

Seitenwagen-Gespann Krieg-Peterer

     

Streckenplan, Streifen, Flyer