Auto- und Motor-SportClub Oberthurgau AMCO Auto- und Motor-SportClub Oberthurgau AMCO
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Chronik
1958   Première in der Oberau (zwischen Amriswil-Hagenwil)
     
1959-62   im Tellen (westlich vom Fußballplatz Amriswil)
     
1961  

erstmals mit Seitenwagen

     
1964-66 und ab 1970  

"in der Bürglen" (bei Spitzenreuti/Räuchlisberg b. Amriswil)

 

     

1970

 

 

 

  Anschluss des SAM an den IMBA Internationaler Motorsportbond voor Amateurs, ab 2009 International Motor Bike Association (gegründet 1954, angeschlossen sind: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Holland, Italien, Russland, Tschechien und die Schweiz)
     
1971   erstmals mit EM-Lauf
     

2001

 

 

 

 

 

JUBILÄUM

75 Jahre AMCO
40. Rennen
35 Mal auf der Rennstrecke "in der Bürglen"
30. EM-Lauf

     

2011

 

 

 

 

 

JUBILÄUM

85 Jahre AMCO

50. Rennen
45 Mal auf der Rennstrecke "in der Bürglen"

40. EM-Lauf

Rennsplitter

Im Zusammenhang der Entwicklung dieses Rennens wurde auch viel Pionierarbeit für die Moto-Cross-Szene in der Schweiz geleistet. Seit 1971 figuriert ein EM-Lauf im Tagesprogramm. Vor allem wurde Amriswil dank dem bestens geeigneten Gelände zum Mekka der Seitenwagenklasse, doch dazwischen erhalten auch die europäischen Solo-Spitzenpiloten die Möglichkeit, ihr Können auf der herausfordernden Piste vorzuführen. Das Rennen findet einmal im Jahr, bis 2005 an einem und danach an eineinhalb Tagen, statt und ein reichhaltiges Nonstop-Programm ist sein Markenzeichen. Mit der landwirtschaftlichen Nutzung des Geländes nebst der Veranstaltung wird aufgezeigt, dass der Kompromiss zwischen Natur und Technik jahrelang praktiziert werden kann!

 

In vielen Jahren waren in sportlicher wie finanzieller Sicht durchwegs positive Ergebnisse zu verzeichnen. Dabei konnten immer Zuschauerzahlen von 7‘000 bis 8‘000 Personen ausgewiesen werden. Reduzierte Besucherzahlen waren jeweils auf schlechtes Wetter zurückzuführen. Ganz extreme Entscheide infolge Dauerregens mussten 1987, mit einer aussergewöhnlichen Verschiebung um eine Woche, und 1993, als der Anlass zum ersten Mal in der Geschichte abgesagt wurde, gefällt werden. Diese „Abstürze“ machten arg zu schaffen, besonders der Letztere hatte beinahe das „AUS“ verursacht, mit einer starken Initiative und Neuausrichtung konnte dies aber verhindert werden. Aus Erfahrung muss jedoch immer daran gedacht werden, dass das Wetter der Hauptfaktor über Erfolg oder Misserfolg des Rennens ist!

 

 

 

 

 

Moto-Cross Amriswil, Schlammschlacht 2001

 

So fiel im 2001, ausgerechnet im toll geplanten Jubiläumsjahr mit ausnahmsweise einem Renn-Wochenende, der Anlass buchstäblich ins Wasser. Das Samstag- und das ganze Rahmenprogramm musste schweren Herzens zu Gunsten der Meisterschaftsrennen am Sonntag gestrichen werden. Auf Grund dieses Ereignisses stand die Veranstaltung 2002 unter dem Motto “sein oder nichtsein” und nur dank einer Nullrechnung trotz nebligem Wetter konnte das “AUS” abgewendet werden. Nach dem fantastischen Rennen im 2003 bei besten Wetterverhältnissen und einem Schweizer Doppelsieg im EM-Lauf der Kategorie Solo 250-500 ccm hat es nicht sollen sein, denn im 2004 herrschte kaltes und nasses Wetter am Renntag, was gleich wieder zu einem Tief mit einem enorm grossen Defizit führte.

  

Nichtsdestotrotz, die Tradition wird weitergeführt, allerdings mit Einsparungen wie Ertragsbeschaffung in diversen Bereichen der Organisation. Und siehe da, es zahlte sich im 2005 voll aus, denn es stimmte einfach alles beim 44. Rennen!!! Ein herrliches Herbstwetter, ein spannungsgeladenes Saisonfinale, hervorragende Schweizer im EM-Endlauf der Seitenwagen, ein aufgestelltes, tolles Publikum - das waren die Highlights des hochstehenden Sporttages! Und das Erfreuliche dabei ist, dass die jeweils riesige Vorarbeit diesmal endlich wieder einmal mit einem finanziellen Superresultat, einem der besten überhaupt, belohnt wurde.

 

Auf Grund der eindrücklichen Eckdaten 80 Jahre AMCO, 45. Auflage des Amriswiler Moto-Cross und 40 Mal auf dem gleichen Gelände „in der Bürglen“ wurde im 2006 ein riesiges Jubiläums-Nonstop-Programm an 1½ Tagen vorbereitet. Am Rennwochenende passte dann mit einem prächtigen Herbstwetter, mit voll motivierten 300 Fahrern in 21 Renn- und 2 Sonderläufen, mit den Highlights des EM-Finales der Solo-Open-Kategorie, den Rahmeneinlagen der Seitenwagen-Veteranen- wie der Solo-Nostalgieklasse und mit über 6‘000 begeistert mitgehenden Zuschauern wieder alles. Zudem konnte trotz Mehraufwand ein weiterer finanzieller Erfolg verbucht werden!

 

Auch im 2007 erlebten 7‘000 Zuschauer bei wiederum schönstem Wetter ein fantastisches Motocross-Wochenende. Nebst den 3 Jugendklassen mit deren Teilnehmer/innen als Meister von morgen, die mit ihrem unbekümmerten Draufgängertum die Besucher ins Schwärmen brachten, war der EM-Endlauf der Solokategorie 125 ccm das Highlight des Tages. Die 300 Fahrer zeigten in 25 Rennläufen bei idealen Bodenverhältnissen hochstehenden Sport, was leider aber auch zu drei Rega-Einsätzen führte. Dies war jedoch zum Vorteil der verletzten Fahrer, denn Dank dieser guten organisatorischen wie professionellen Betreuung durch die Fachkräfte konnten sie sich von ihren reparablen Knochenbrüchen wieder gut erholen. Ein grandioses Publikum legte ein diszipliniertes, geduldiges Verhalten an den Tag und steuerte zudem ihren Anteil zum finanziellen Superabschluss bei.

 

 

 

Phil Mercer GB

 

Zum 4. Mal in Folge war auch im 2008 dem Anlass herrliches Herbstwetter beschieden und gegen 6‘000 Besucher verfolgten einmal mehr hochstehenden Motocross-Sport. Die faszinierenden Jugendklassen und das an Spannung kaum zu überbietende EM-Finale der Solo 125 ccm waren einmal mehr die Höhepunkte. Gekrönt wurde das Rennwochenende dadurch, dass AMCO-Clubfahrer just im fünfzigsten Jahr seit der Première des Anlasses mächtig abräumten und gleich 3 Tagessiege und in der Schweizermeisterschaft 3 Titel holten! Eine gelungene Veranstaltung mit toller Stimmung und reibungslosem Ablauf mit diesmal glücklicherweise keinen gravierenden Unfällen.

     

2009 sahen wieder rund 6‘000 Zuschauer bei wieder schönem Wetter fantastischen Motocross-Sport. In 23 Rennläufen lieferten die 300 Fahrer bei idealen Bodenbedingungen beste Unterhaltung für das begeistert mit Schweizerfähnli mitgehende Publikum. Die drei EM-Rennen der Kategorie Seitenwagen waren denn auch das Highlight des Tages, wo mit zwei 2. und einem 3. Rang die Einheimischen Martin Krieg/Roland Peterer auf den hervorragenden zweiten Tagesrang fuhren!

 

Seitenwagen-Gespann Krieg-Peterer

     

 

 

Andy Baumgartner

 

 

ideale Bodenbedingungen

 

Nach fünf aufeinanderfolgenden sehr erfolgreichen Jahren dank schönem Herbstwetter mit viel Publikum hatte Petrus im 2010 kein Einsehen mehr. Ein Biskaya-Tief traf leider pünktlich auf Freitagabend ein und liess nichts Gutes erahnen. Deshalb wurden die Samstagrennen zur Schonung des Terrains gestrichen, was eine sehr kluge und weise Entscheidung war. Denn ein Dauerregen liess die Unmenge von 67 mm Niederschlag über das Gelände niederprasseln. Und wie sich dies gelohnt hat! Am Sonntag erlebten nämlich gegen 3000 Besucher guten und spannenden Motocross-Sport bei sogar idealen Bodenbedingungen. Beim Highlight des Tages, dem EM-Endlauf der Solokategorie 125 ccm, sorgte das einheimische AMCO-Mitglied Andy Baumgartner für die Sensation. Mit den Laufrängen 3,2,2 lieferte er das beste Schweizerresultat und erreichte dabei den fantastischen zweiten Tagesrang! Ein Sportwochenende konnte ohne schwerwiegende Unfälle doch noch positiv abgeschlossen werden, einzig mit dem Wermutstropfen einer recht grossen finanziellen Einbusse vor allem wegen den entgangenen Samstageinnahmen!

Streckenplan